Ankommen

20.08.15

Dort entlang, wo es einst heimwärts ging,
tagsüber ein paar Mal,
doch noch viel öfter nachts.

Immer geradeaus, ist nunmal
die schnellste Strecke, nein:
die kürzeste.

Baustellen pflastern den Weg, überall
und immer wieder woanders.
Kaum ein Durchkommen.

Das Stückchen, was mal Prachtmeile werden sollte,
ist nichts als Kulisse mit Statisten in Uniformen
und im Kreis radelnden Stammtischen.

Vorbei zum Glück spätestens nach dem Nadelöhr
Oranienburger Tor. Das Tacheles, wie alles hier,
sah bessere, aufregendere Tage. Tristesse.

Kaum wechselt die Strasse zum zweiten Mal den Namen,
Quietschen die Reifen der Streifenwagen,
Und die viel breiteren ihrer Counterparts.

Kurz vor dem Ziel schallt eine kräftige Stimme über die Kreuzung:
“Kann es sein, dass sie gerade eine kritische Bemerkung mir gegenüber machten?”
Nochmal kräftig in die Pedale treten und um die Kurve,
bevor er die Knarre rausholt.

 

 

3 Gedanken zu „Ankommen

    1. Ichdochnicht, ich beobachte nur 😉 Gemeint ist wiedermal die Friedrich/Chaussee/Müllerstrasse, der beinahe tägliche Weg nach Kreuzberg halt…

      1. Verstehe 🙂
        Imme noch nach Kreuzberg (wegen eines bestimmten Menschen). Das ist schön, obwohl es hier immer weniger schön wird.
        Neulich am Lietzensee dachte ich: hier ist es ja durchmischter als in Kreuzberg. Wer hätte das gedacht- Charlottenburg…

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